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Von der Recherche bis zur Bewerbung: Online bieten sich heute viele Hilfen und Wege. Welche Möglichkeiten es gibt und wo auch Fallen lauern – Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Wie gut ist ein Online-Berufsorientierungstest? 

Wer nicht weiß, welche Ausbildung die richtige sein könnte, landet schnell beim „Check U“-Test der Bundesagentur für Arbeit. Damit kann man zunächst online herausfinden, was die eigenen Stärken sind, welche Talente man hat, aber auch, welche Arbeitsbedingungen man bevorzugt. Arbeitet man zum Beispiel gerne draußen, oder kommt das gar nicht infrage? Mag man eher eine ruhige Arbeitsumgebung, oder braucht man den Kontakt zu Menschen? Am Ende schlägt der Test Berufsfelder und Ausbildungen vor, die individuell passen könnten.

Wichtig: Die Fragen müssen wahrheitsgemäß beantwortet werden. Wer sich selbst für den Test in einem besseren Licht dastehen lässt, die eigenen Fähigkeiten über- oder unterschätzt oder immer nur „weiß nicht“ anklickt, dem wird der Test nicht weiterhelfen.

Wie funktioniert die Online-Bewerbung?

Bei digitalen Bewerbungen gibt es grundsätzlich zwei Wege: Entweder, die Bewerbung wird per E-Mail geschickt, oder man lädt seine Unterlagen auf einem Bewerberportal hoch. Das ist vor allem bei größeren oder internationalen Arbeitgebern der Fall. Anschreiben, tabellarischer Lebenslauf, Zeugnisse und ein Foto – all diese Dokumente sollten digital vorliegen und in der richtigen Reihenfolge zu einem einzigen PDF-Dokument zusammengefasst werden.

Darf ich KI-Tools fürs Anschreiben verwenden?

Künstliche Intelligenz (KI) wird auch im Bewerbungsprozess immer häufiger eingesetzt. Wer sich von der Kl einen Text formulieren lässt, sollte ihn nur als erste Formulierungshilfe nutzen, rät die Agentur für Arbeit auf ihrer Plattform „Planet Beruf“. Anschließend muss man die Bewerbung auf sich selbst zuschneiden. Und das geht so: Aus dem Anschreiben muss hervorgehen, warum man sich für genau diesen Beruf bei genau diesem Betrieb interessiert. Die eigene Motivation für die Ausbildung zu beschreiben, ist also entscheidend. Außerdem muss natürlich alles frei von Rechtschreibfehlern sein – das wiederum kann man die KI checken lassen.

Was sind die häufigsten Fehler bei der Online-Bewerbung? 

Diesen Fehler sehen Personaler am häufigsten: Das Anschreiben wird direkt in die E-Mail geschrieben, mit der die Unterlagen beim Betrieb eingereicht werden. Das heißt konkret: Das Anschreiben kommt genauso wie Lebenslauf, Zeugnisse etc. in den Anhang. „Die E-Mail, mit der ich meine Bewerbungsunterlagen verschicke, sollte dagegen knappgehalten sein“, betont Berufsberaterin Karin Wilcke aus Ratingen. Also etwa: „Sehr geehrte Damen und Herren, beigefügt sende ich Ihnen meine Bewerbungsunterlagen für die Ausbildungsstelle als Industriekauffrau. Über Ihre positive Rückmeldung und die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr. Mit freundlichen Grüßen, Anna Müller“.

Ganz wichtig: Die eigene Mail-Adresse muss seriös klingen, also Vorname.Nachname@anbieter.de. Im Betreff sollte „Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als …“ stehen.

Was ist bei Video-Calls zu beachten?

Die schriftliche Bewerbung hat die erste Hürde genommen – vor allem bei großen Firmen kann es nun sein, dass die Bewerber ein erstes Auswahlgespräche digital in einem Video-Call führen. So wird der Kreis der infrage kommenden Kandidaten für den Ausbildungsplatz immer kleiner. Dafür muss natürlich die Technik funktionieren: Ist das Tablet aufgeladen? Funktioniert die entsprechende App? Außerdem sollte man sich einen ruhigen Platz mit ruhigem Hintergrund suchen und sich auch vernünftig anziehen. Bleibt man anschließend in der Auswahl, folgt ein weiteres Kennenlernen – persönlich, also ganz analog.

Von Isabelle De Bortoli