• Berufstyp: Anerkannter Ausbildungsberuf

  • Ausbildungsart: Duale Ausbildung in der Landwirtschaft (geregelt durch Ausbildungsverordnung)

  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre

  • Lernorte: Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Was macht man in diesem Beruf?

Tierwirte und Tierwirtinnen der Fachrichtung Geflügelhaltung halten, versorgen und vermarkten Geflügel in Agrarbetrieben. In Legehennen- und in Mastbetrieben gewinnen sie Eier und ziehen Küken auf. Junggeflügel, Hennen und Masthähnchen füttern sie mit ausgewählten Futtermitteln und Zusatzstoffen. Sie kontrollieren die Entwicklung des Geflügels, sorgen für die Gesundheit der Tiere und führen Licht- und Impfprogramme durch. Dabei beachten sie Hygiene, Tier- und Verbraucherschutzvorschriften. Sie reinigen die Käfige, Ställe und Batterien, desinfizieren sie und entsorgen die tierischen Ausscheidungen. Um für die Geflügelhaltung optimale Bedingungen zu schaffen, regulieren die Tierwirte und Tierwirtinnen das Stallklima und legen die geeignete Besatzdichte fest.
In Legehennenbetrieben nehmen sie die Eier ab, sortieren, kennzeichnen und verpacken sie. In Mastbetrieben gehört es auch zu ihren Aufgaben, Geflügel zu schlachten und marktgerecht aufzubereiten. Eier und Fleisch vermarkten sie nach Qualitätsstandards.

Wo arbeitet man?

Beschäftigungsbetriebe:

Tierwirte und Tierwirtinnen der Fachrichtung Geflügelhaltung finden Beschäftigung in erster Linie

  • in tier- und landwirtschaftlichen Betrieben der Geflügelzucht und ‑haltung

Arbeitsorte:

Tierwirte und Tierwirtinnen der Fachrichtung Geflügelhaltung arbeiten in erster Linie

  • im Freien (bei Freilandhaltung)

  • in Ställen

  • an Marktständen oder in Hofläden (bei Direktvermarktung)

Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch

  • in Büros

Welcher Schulabschluss wird erwartet?

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

Worauf kommt es an?

Anforderungen:

  • Beobachtungsgenauigkeit (z.B. beim Beobachten des Verhaltens von Geflügel)

  • Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis (z.B. bei Wartung und Reparatur von Stalleinrichtungen, baulichen Anlagen, Maschinen und Geräten)

  • Sorgfalt (z.B. beim Führen von Stall- und Zuchtbüchern, bei Reinigung von Ställen und Maschinen)

  • Verantwortungsbewusstsein (z.B. bei der Aufzucht von Tieren)

Schulfächer:

  • Biologie (z.B. beim Pflegen und Züchten der Tiere sowie bei der Gesundheitsprophylaxe)

  • Mathematik (z.B. beim Berechnen und Vergleichen der Leistungsmerkmale in der Mast sowie der anfallenden Kosten)

Was verdient man in der Ausbildung?

Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat (je nach Bundesland unterschiedlich):

  • 1. Ausbildungsjahr: € 520 bis € 700

  • 2. Ausbildungsjahr: € 570 bis € 770

  • 3. Ausbildungsjahr: € 615 bis € 830

 

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