• Berufstyp: Anerkannter Ausbildungsberuf

  • Ausbildungsart: Duale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)

  • Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre

  • Lernorte: Ausbildungsbetrieb und Berufsschule (duale Ausbildung)

Was macht man in diesem Beruf?

Chirurgiemechaniker/innen stellen Instrumente, Geräte oder Hilfsmittel her, die Ärzte und Ärztinnen bei Operationen, Untersuchungen und in der Krankenbehandlung benötigen. Präzisionsinstrumente wie Operationsbesteck, Endoskope oder Implantate formen sie entweder aus verschiedenen Materialien, etwa Metall oder Kunststoff, oder sie bearbeiten vorgefertigte Rohlinge manuell oder maschinell. Falls erforderlich, entgraten und polieren sie die Werkstücke.
Sie montieren die Geräte und verbinden dabei einzelne Teile durch Kleben, Verschrauben, Löten oder Schweißen. Auch bringen sie ggf. elektronische oder optische Bauteile an. Schließlich führen sie eine Endkontrolle durch. Daneben warten Chirurgiemechaniker/innen medizinisch­chirurgische oder kosmetische Instrumente und Geräte oder setzen sie instand.

Wo arbeitet man?

Beschäftigungsbetriebe:

Chirurgiemechaniker/innen finden Beschäftigung

  • in Handwerksbetrieben der Medizintechnik

  • in Industriebetrieben, die medizinische Instrumente herstellen

Arbeitsorte:

Chirurgiemechaniker/innen arbeiten in erster Linie

  • in den Werkstätten der Handwerksbetriebe

  • in den Werkhallen der Industrieunternehmen

Welcher Schulabschluss wird erwartet?

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

Worauf kommt es an?

Anforderungen:

  • Sorgfalt (z.B. für präzises, maß genaues Arbeiten)

  • Geschicklichkeit und Auge-­Hand-­Koordination (z.B. beim Verbinden kleiner Teile, beim exakten Richten von Instrumenten)

  • Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis (z.B. bei Wartungs-­ und Reparaturarbeiten)

Schulfächer:

  • Werken/Technik (z.B. für die Arbeit an Bohr­, Dreh­ und Fräsmaschinen; technisches Zeichnen)

  • Mathematik (z.B. für die Berechnung des Montagebedarfs)

  • Mathematik (z.B. zum Berechnen der prozentualen Zusammensetzung chemischer Verbindungen oder des Rauminhaltes von Gasen)

  • Physik (z.B. für das Verstehen der Funktionsweise verschiedener Arbeitsgeräte und -maschinen)

Was verdient man in der Ausbildung?

Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat (je nach Bundesland unterschiedlich):

    • 1. Ausbildungsjahr: € 440 bis € 842

    • 2. Ausbildungsjahr: € 490 bis € 885

    • 3. Ausbildungsjahr: € 530 bis € 957

    • 4. Ausbildungsjahr: € 570 bis € 1.012

 

 

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